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Bericht zur Veranstaltung
„Komm entflamme uns. Liturgische Nacht vor Pfingsten“ am 21./22.Mai 2010
„Komm, entflamme uns“ war das Thema der diesjährigen liturgischen Nacht vor Pfingsten. 45 Frauen kamen ins Exerzitienhaus, um sich miteinander auf das Pfingstfest einzustimmen. Wedigunda Zillner, eine der Diözesanvorsitzenden des KDFB, begrüßte die Frauen und freute sich über das rege Interesse und die bekannten und neuen Gesichter in der großen Runde. Die KDFB-Referentin Gudrun Fendt und die Referentin des Exerzitienhauses, Claudia Nietsch-Ochs führten theologisch ins Thema ein und die Tanzleiterin Ulrike Girke brachte die Frauen in Bewegung.
Für eineinhalb Stunden teilten sich die Frauen je nach Neigung in Gruppen auf: die einen ertanzten sie das lebendige Feuer der Geistkraft, andere begegneten dem Geist Gottes in einer Bibelstelle aus dem Prophetenbuch Ezechiel und eine Gruppe ging im Gespräch der Feurigkeit in Lied, Wort und Bild nach.
Wie jedes Jahr wurde gegen Mitternacht im Freien ein pfingstliches Feuer entzündet und für einige Frauen war der mitternächtliche Wortgottesdienst der Abschluss eines belebenden Abends.
Die anderen Frauen hielten noch „Feuerwache“ und übernachteten im Exerzitienhaus. Das Morgenlob im Park und ein üppiges Frühstück versammelten die Frauen am Samstagmorgen, bevor sie sich wieder nach Hause auf den Weg machten.
Samstag, 16.10.2010 - Sonntag, 28.11.2010
WIR DREI - Drei Frauen stellen aus Brigitte Berner, Helmi Schüler und Lilli Wilde
Laudatio
"Wir DREI" verrät schon die Zusammengehörigkeit und Verbundenheit von Brigitte Berner, Helmi Schüler und Lilli Wilde.
Die Drei sind schon seit Jahren Partner, Mieter eines gemeinsamen Ateliers im Abraxas.
Gemeinsam aber doch frei - ein Platz zum "in Ruhe arbeiten" weg von Haushalt und Verpflichtungen.
Abschalten, sich in Gedanken vertiefen und in Farben und Formen umsetzen.
Ich kenne "die Drei" seit vielen Jahren. Sie sind Mitglieder beim Augsburger Malkreis - um dessen Belange ich mich seit 20 Jahren kümmere.
Brigitte und Helmi sind seit der Gründung 1986 im Malkreis, Lilli kam ein paar Jahre später dazu.
Konzert
age of harp - die andere Art Harfe zu spielen
Freitag, 18.03.2011 um 20:00 Uhr
- Eine neue Harfengeneration mit eigenen
Ideen und neuer Stilistik
- Begleitung von E-Bass, Percussion und
Schlagzeug
- Prickelnder Cocktail aus musikalischen Gegensätzen
Eintritt frei - Spenden erwünscht
SKULPTUREN IN HOLZ, STEIN UND BRONZE
Franz Hämmerle
Er lebt und arbeitet in Windach am Ammersee. Der Künstler ist Bildhauer, Theologe und Musiker. Dieser Dreiklang verdichtet sich in seinem Werk zu einer Vielzahl von künstlerischen Äußerungen.
"Franz Hämmerle verfügt über eine ruhige Kraft. Gewohnt große Skulpturen zu schaffen, ist er genauso in der Lage, mit großer Genauigkeit im kleinen Maßstab zu arbeiten. In wenigen Stunden vermag er Holz im Leben zu erwecken. Bei seiner zügigen Arbeitsweise zweigt Franz Hämmerle auch ein Gespür für Raum und Spannung und Qualität im Abstrahieren der Form. Seine expressive Kraft liegt in der Bearbeitung von Holz, seine Vielfalt zeigt sich in der Bronze, den Marmor lässt er mitunter geschmeidig und sogar lichttransparent werden." aus der Zeitung "Paris-Normandie"
Öffnungzeiten Exerzitienhaus St. Paulus:
Montag - Freitag: 08:00 - 18:00 Uhr
Samstag: 08:00 - 16:00 Uhr
Sonntag: 08:00 - 14:00 Uhr
Die nächste Führung von Herrn Hämmerle ist
am Sonntag, den 11.03.12, um 12:00 Uhr.
„Kunst und Kontemplation“ - Ausstellung Franz Hämmerle
Leitershofen – Exerzitienhaus 26.02.2012 12 h
Gerne bin ich dem Wunsch unsres Freundes nachgekommen, Einiges zur Einführung in seine Ausstellung zu sagen. Die wichtigsten Daten zu seinem Werk mögen Sie bitte der Einladung entnehmen, das eine reiche Vielfalt mit Arbeiten in Holz, Stein u. Metall unter Beherrschung der einschlägigen Techniken zeigt und auch andernorts Beachtung gefunden hat.
Wer vom Tal aus auf die Windacher Höhe kommt, kann schon aus der Ferne auf der Wiese eine riesige Gestalt sehen, die Hände zum Himmel erhoben – es ist ohne Zweifel Moses mit den Tafeln der 10 Gebote. Nicht drohend, aber mahnend. Wie Vieles andere aus seinem Werk, das zu großen Teilen dem Christlichen Glauben geschuldet und von ihm geprägt ist.
So künden auch viele der hier gezeigten Arbeiten davon. Daneben finden sich auch kleiner formatige figurative Arbeiten wie z.B. für einen Orgelprospekt oder Heiligenfiguren, auch Portraits und größer dimensionierte abstrakte Plastiken, die sich mit der Entsprechung von Fülle und Leere beschäftigen. Vor allem in letzter Zeit ist bei ihm ein Duktus zu erkennen, weitab von etwa gefälliger Tendenz, wie er mancher religiöser Kunst früherer Epochen eigen ist.
Kommen wir zu einem der Leitthemen der Ausstellung: „ Hoffnungsträger“.
Da steht als Erster der“ Evangelist“– hält er nicht „Das Buch schlecht hin“ hoch erhoben – in doppeltem Sinn – wie sein Vorgänger Moses die Tafeln des Dekalogs?
Dann der „Bundeskarren“, der die Lade führt, wiederum mit den sinnstiftenden Tafeln vom Berg Sinai, befördert in gemeinsamem Bemühen seiner Begleiter.
Die „ Hochzeit zu Kana“ verzichtet auf eine vordergründige Verdinglichung des Wunders der Wandlung – ein leerer Krug unter einem unerschöpflichen Brunnen ist als Sinnbild genug.
Bei der „Fußwaschung“ stehen in der hinteren Reihe die „Amts – und Bedenkenträger“, abwechseln die Hände in den Schoß legend, abwehrend erhoben und zwischen Daumen und Zeigefinger Kleinkram betonend.
Bei der „Salbung in Bethanien“ ist SEIN Leib schon nicht mehr voll zu erkennen – Vorwegnahme der Salbung eines Sterbenden und Hinweis auf die Salbung eines auferstandenen Königs?
Die mütterliche Gestalt des Vaters, der den „Verlorenen Sohn“ wieder annimmt – ist das nicht ein Bild dafür, wie bitter nötig es für uns alle ist, wenn in einer zunehmend sozial und emotional erkaltenden Welt sich jemand unser annimmt, auch wenn nicht Top sind und die Bedingungen für Exzellenzqualität erfüllen ?
Den Abschluss macht das „Marienleben“ von Verkündigung bis Kreuzigung, Pfingsten als Geburtstag der Kirche und schließlich die Apokalypse, als Tag der Entschleierung, wenn alles offen gelegt wird – quid sum miser tunc dicturus, wie es im Requiem heißt. In der
Noch einige Anmerkungen zur „Nachfolge im Kreuzweg“.
Wir kennen alle die älteren Vorbilder, die m. E. oft allzu ästhetisierenden Bildfolgen des Passionsweges aus Klassizismus und Romantik. Es wird hier doch dargestellt, wie ein Mensch – für den Gläubigen der Menschensohn – auf grausamste Art gefoltert und zu Tode gebracht wird, wie viele andere immer wieder bis heute.
Hier wird uns die Leidensgeschichte mit drängender Aktualität nahegebracht. beginnend mit dem Verhör, der tobenden Menge und Petri Verrat. Dann der Zusammenbruch unter dem Kreuz, anz realistisch – und aktuell! – der Fußtritt auf den Wehlosen. Wer dächte da nicht an die jüngsten Bilder aus der Revolution in den Arabischen Ländern und anderswo – überall sind es doch Gottes Geschöpfe, die misshandelt und gemordet werden.
Erschütternd auch die Szene, als Christus seiner Kleider beraubt wird. Im Hintergrund die Zäune eines bewachten Lagers mit ausgemergelten Gestalten davor. Auf einem Sockel die verstörende Umschrift in Umkehrung von Matth.25: “Was ihr anderen getan habt, das habt ihr mir getan…“ – Guten wie auch im Bösen.
An dieser Stelle erinnere ich an das Rabbinische Wort: „Wer einen Menschen rettet, der rettet die Welt…“. Die Umkehr dieses Textes gilt ebenso im Bösen.
Der Davidstern am Fuß des Lagerhügels steht stellvertretend für ALLE, jenseits von Konfession oder Weltanschauung, die unter Gewalt und Verfolgung leiden und sterben müssen. Und die Frauen unter dem Kreuz leiden für ALLE Mütter dieser Welt, die um den Verlust ihrer Kinder als Folge von Gewalt trauern müssen.
Diese Bilder bedeuten mehr als eine ästhetisch überhöhte und nur auf den Christlichen Kulturkreis beschränkte Karfreitagskultur. Ich wünsche Ihnen, dass Sie diese Bilder mit wachen Sinnen, mit einem offenen Herzen aufnehmen und für sich selber die Botschaft umsetzen.
Dr. Friedhelm Katzenmeier
26.02.2012